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Ist das Betrug?
Identitätsmissbrauch shop post

Warenkreditbetrug: Fremde bestellen auf Rechnung im Namen des Opfers

Der Warenkreditbetrug mit fremder Identität ist eine Betrugsform, bei der Kriminelle mit gestohlenen Personendaten in Onlineshops auf Rechnung bestellen und die Lieferung an eine abweichende Adresse oder einen Paketshop umleiten. Die Ware existiert und wird dort abgeholt — Rechnung, Mahnung und Inkassoschreiben gehen an die Person, deren Daten missbraucht wurden.

Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Daten oder einen Code preisgegeben"

Woran erkennst du sie?

  • Rechnungen, Mahnungen oder Inkassoschreiben von Onlineshops und Zahlungsdienstleistern für Bestellungen, die man nie ausgelöst hat
  • Anders als bei einer frei erfundenen Forderung gibt es hier eine echte Bestellung bei einem echten Händler — nur wurde sie mit gestohlenen Personendaten aufgegeben
  • Für einen Kauf auf Rechnung genügen den Tätern häufig Name und Anschrift; weitere Angaben stammen aus Phishing, Datenlecks bei Unternehmen oder zu offen einsehbaren Profilen in sozialen Netzwerken
  • Als Lieferadresse wird eine fremde Anschrift oder ein Paketshop angegeben, an dem die Ware ohne Empfangsquittung abgeholt wird
  • Teils werden bestehende Kundenkonten übernommen oder unter fremdem Namen neue Konten bei Zahlungsdienstleistern angelegt
  • Mahnungen gehen manchmal zunächst an eine von den Tätern angelegte E-Mail-Adresse, sodass Betroffene erst spät vom Vorgang erfahren
  • Häufig sind mehrere Shops gleichzeitig betroffen, weil derselbe Datensatz mehrfach eingesetzt wird
  • Folge können negative Einträge bei Auskunfteien und dadurch Probleme bei Wohnungssuche, Kredit oder Ratenkauf sein

Typischer Ablauf

  1. Persönliche Daten gelangen über Phishing, ein Datenleck bei einem Unternehmen oder offen einsehbare Profile in die Hände der Täter
  2. Mit Name, Anschrift und weiteren Angaben wird in einem Onlineshop auf Rechnung oder über einen Zahlungsdienstleister bestellt
  3. Als Lieferadresse wird eine abweichende Anschrift oder ein Paketshop angegeben
  4. Die Ware wird dort abgeholt und weiterverkauft; eine Empfangsquittung, die zu den Tätern führt, gibt es oft nicht
  5. Rechnung und Zahlungserinnerung gehen an die Person, deren Daten missbraucht wurden
  6. Bleibt die Zahlung aus, folgen Mahnung, Inkassoschreiben und unter Umständen ein gerichtlicher Mahnbescheid
  7. Betroffene erfahren häufig erst durch das Inkassoschreiben oder eine unerwartete Mahnung von der Bestellung

Typische Formulierungen der Täter

Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.

  • „Ihre Bestellung ist unterwegs“ — Versandbestätigung eines Shops, bei dem man nie etwas bestellt hat
  • „Offene Forderung aus Ihrem Kauf auf Rechnung — bitte begleichen Sie den Betrag kurzfristig“: Zahlungserinnerung eines Zahlungsdienstleisters für eine unbekannte Bestellung
  • Inkassoschreiben mit Aktenzeichen für eine Warenlieferung an eine Adresse, an der man nie gewohnt hat

Was tun, wenn du schon reagiert hast?

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Quellen

Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.