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Recovery-Scam: Der Zweitbetrug nach dem Krypto-Verlust
Recovery-Scam ist eine Betrugsform, bei der Kriminelle bereits Betrogene erneut kontaktieren und vorgeben, gegen eine Vorabgebühr verlorenes Geld oder Kryptowährung aus einem früheren Anlagebetrug zurückzuholen. Oft stecken dieselben Täter oder Komplizen hinter beiden Betrügereien, die gezielt die Verzweiflung und Hoffnung der Opfer ausnutzen — statt einer Rückzahlung folgt ein weiterer Geldverlust.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"Woran erkennst du sie?
- Unaufgeforderte Kontaktaufnahme per Telefon, E-Mail oder Messenger nach einem bereits erlittenen Anlage- oder Kryptobetrug
- Anbieter geben sich als Ermittler, Anwaltskanzlei, Behörde oder spezialisierter 'Recovery'-Dienstleister aus
- Professionell wirkender Auftritt mit Logo, angeblichen Presseberichten und Kundenstimmen, oft mit erst kürzlich registrierter Website
- Vor der angeblichen Rückholung werden Gebühren, Steuern oder Kautionen im Voraus verlangt
- Firmenadresse lässt sich nicht in offiziellen Registern verifizieren, oft im Ausland
Typischer Ablauf
- Opfer eines Anlage- oder Krypto-Betrugs wird erneut kontaktiert, häufig mit Bezug auf den vorherigen Schaden
- Angebliche Recovery-Experten versprechen, das verlorene Geld oder die Kryptowährung zurückzuholen
- Zur 'Einleitung' der Rückholung werden Vorabgebühren, Steuern oder Sicherheitsleistungen gefordert
- Nach der Zahlung erfolgt keine Rückholung, der Kontakt bricht ab oder es werden weitere Zahlungen verlangt
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Wir haben Ihren Fall geprüft und können Ihre verlorenen Kryptowährungen zurückholen — gegen eine einmalige Bearbeitungsgebühr“
- „Als von der Finanzaufsicht beauftragte Ermittler benötigen wir vorab eine Kaution, um Ihr Geld freizugeben“
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Keine weiteren Zahlungen leisten, auch nicht bei Druck oder neuen Vorwänden
- Bereits geleistete Zahlungen bei Bank bzw. Kartenanbieter reklamieren und Rückbuchung (Chargeback) beantragen
- Alle Unterlagen, Kommunikation und Zahlungsbelege sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten
- Firmenangaben nie ungeprüft vertrauen — Registrierung bei BaFin bzw. Handelsregister unabhängig prüfen
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Quellen
- Verbraucherzentrale Hessen — Recovery Scam: So zocken Betrüger ihre Opfer ein zweites Mal ab
- BaFin — Anlagebetrug erkennen
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.