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Deepfake-Promi-Werbung: Wenn bekannte Gesichter angeblich für Krypto-Plattformen werben
Deepfake-Promi-Werbung ist eine Betrugsform, bei der Kriminelle mit KI-generierten Videos oder gefälschten Nachrichtenseiten den Eindruck erwecken, bekannte Personen aus Fernsehen, Politik oder Wirtschaft würden ein angeblich narrensicheres System zum automatischen Vermögensaufbau mit Kryptowährungen empfehlen. Wer den verlinkten Plattformen vertraut und Geld einzahlt, verliert es an die Betrüger, während die gezeigte Person von der Werbung nichts weiß.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"Woran erkennst du sie?
- Video zeigt scheinbar eine bekannte Person, die für ein „geheimes“ oder „narrensicheres“ Investment- oder Krypto-System wirbt, oft mit leicht unnatürlicher Mimik, asynchroner Lippensynchronisation oder blechern klingender Stimme
- Werbung oder Artikel imitiert das Layout einer bekannten Nachrichtenseite, Talkshow oder eines Senders, tatsächlich liegt der Inhalt aber auf einer fremden, unbekannten Domain ohne Impressum
- Versprochen werden unrealistisch hohe, garantierte Gewinne ganz ohne Risiko oder Vorkenntnisse
- Verbreitung über soziale Netzwerke, Videoplattformen, Werbeanzeigen, Messenger-Gruppen oder E-Mail
- Nach Registrierung und einer kleinen Ersteinzahlung drängen angebliche persönliche Berater zu immer höheren Nachzahlungen
- Im Kundenkonto angezeigte Gewinne sind frei erfunden, eine Auszahlung wird verweigert, verzögert oder an weitere Gebühren geknüpft
Typischer Ablauf
- Kriminelle erstellen mit KI-Tools ein Video oder einen Artikel, in dem eine bekannte Person scheinbar ein Investment- oder Krypto-System empfiehlt, oder fälschen dafür das Layout einer bekannten Nachrichtenseite oder Talkshow
- Der Inhalt wird über soziale Netzwerke, Videoplattformen, Werbeanzeigen oder Messenger-Gruppen verbreitet und verlinkt auf eine professionell wirkende Handelsplattform
- Interessierte hinterlassen Kontaktdaten und tätigen eine kleine Ersteinzahlung
- Ein angeblicher persönlicher Berater meldet sich telefonisch oder per Messenger und drängt zu weiteren, größeren Einzahlungen
- Im Kundenkonto werden frei erfundene, stetig steigende Gewinne angezeigt, tatsächlich fließt das eingezahlte Geld direkt an die Betrüger
- Bei Auszahlungswunsch wird diese verweigert, verzögert oder an weitere Gebühren geknüpft, danach bricht der Kontakt ab
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „In diesem Video verrät ein bekanntes Gesicht aus Politik und Fernsehen erstmals sein Geheimnis für automatischen Reichtum mit Kryptowährungen.“
- Fake-Artikel im Look einer bekannten Nachrichtenseite: „Exklusiv: TV-Star investiert eine kleine Summe und macht daraus über Nacht ein Vermögen.“
- „Nur für kurze Zeit: Mit dieser von Experten empfohlenen Plattform verdienen Sie garantiert hohe Summen pro Woche, ganz ohne Vorkenntnisse.“
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Keine weiteren Zahlungen leisten, auch nicht um eine angebliche Auszahlung freizuschalten
- Screenshots von Werbung, Chatverlauf und Plattform sichern, bevor Inhalte gelöscht werden
- Bank umgehend informieren und bereits veranlasste Überweisungen oder Kartenzahlungen auf Rückbuchung prüfen lassen
- Anzeige bei der Polizei erstatten
- Werbeanzeige oder Video beim jeweiligen sozialen Netzwerk oder der Werbeplattform melden
- Vor einer Investition unaufgeforderte Werbelinks meiden und Anbieter unabhängig recherchieren, etwa über die Warnlisten der BaFin
Verwandte Maschen
- Fake-Krypto- und Anlagebetrug mit gefälschten Renditen
- Deepfake-Videoanruf: Wenn die vertraute Stimme gefälscht ist
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- Fake-Promi-Werbung für Nahrungsergänzungsmittel: Gefälschte Ärzte- und Heilversprechen
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Quellen
- BaFin — Betrug: Anlageversprechen mit gefälschter Promi-Werbung
- Verbraucherzentrale — Täuschend echt: Wie Kriminelle Deepfakes mit Promis für Fake-Werbung nutzen
- Verbraucherzentrale Hessen — Vorsicht vor Promi-Klonen und Identitätsklau auf Social Media
- Verbraucherzentrale Niedersachsen — Fake-Website mit Tagesschaulogo: Promi bewirbt angeblich Bitcoin-Geldanlage
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.