CEO-Fraud whatsapp sms
CEO-Fraud: Die gefälschte Chat- oder SMS-Nachricht vom „Chef“
CEO-Fraud per Messenger und SMS ist eine Betrugsform, bei der sich Täter gegenüber Mitarbeitenden als Geschäftsführung oder Vorgesetzte mit angeblich neuer Nummer ausgeben und unter Zeit- und Vertraulichkeitsdruck eine dringende Überweisung oder den Kauf von Gutscheinkarten verlangen. Anders als beim E-Mail-CEO-Fraud läuft alles über eine kurze private Nachricht an eine einzelne Person, außerhalb üblicher Freigabeprozesse.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"Woran erkennst du sie?
- Nachricht kommt von einer unbekannten Nummer, die sich als Geschäftsführer, Vorgesetzte oder Vorgesetzter mit 'neuem Handy' vorstellt
- Anrede und Tonfall wirken vertraut und leicht dringlich, häufig verbunden mit der Bitte, kurz für eine 'vertrauliche Angelegenheit' zur Verfügung zu stehen
- Es wird gezielt eine einzelne Person angeschrieben, oft aus der Buchhaltung oder mit Zahlungsbefugnis, unter Umgehung des offiziellen Freigabeweges
- Die Bitte betrifft eine dringende Überweisung, seltener den Kauf und das Fotografieren von Gutscheinkarten-Codes
- Ausdrücklicher Hinweis, die Sache vertraulich zu behandeln und nicht mit Kolleginnen oder Kollegen zu besprechen
- Rückfragen werden mit Ausflüchten wie 'gerade in einem wichtigen Meeting, kann jetzt nicht telefonieren' abgewiesen
Typischer Ablauf
- Täter recherchieren vorab Namen von Führungskräften und Mitarbeitenden mit Zahlungsbefugnis, häufig über Unternehmenswebsite, Handelsregister oder soziale Netzwerke
- Erste Nachricht über WhatsApp oder SMS von einer neuen Nummer, die sich als bekannte Führungsperson ausgibt
- Aufbau von Dringlichkeit und Vertraulichkeit, oft mit dem Hinweis auf eine bevorstehende Firmenübernahme oder einen wichtigen, geheimen Vertragsabschluss
- Konkrete Bitte um eine Überweisung auf ein fremdes Konto oder um den Kauf von Gutscheinkarten mit Übermittlung der Codes
- Nach der Zahlung oder Codeübermittlung bricht der Kontakt ab, das Geld ist in der Regel nicht mehr rückholbar
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- Nachricht wie 'Hallo, ich bin's, habe eine neue Nummer, kannst du kurz für mich da sein? Ist vertraulich' an eine Person mit Zahlungsbefugnis
- Bitte, eine dringende Zahlung im Zusammenhang mit einer angeblichen Übernahme noch heute vorzunehmen, ohne Rücksprache mit anderen
- Aufforderung, mehrere Gutscheinkarten zu kaufen und die Codes umgehend als Foto zu senden
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Sofort die eigene Bank kontaktieren und versuchen, die Überweisung zu stoppen oder zurückzuholen
- Die echte Führungsperson über eine bekannte, im Unternehmen hinterlegte Nummer anrufen, um den Betrug zu bestätigen
- Vorgesetzte, IT-Abteilung und Geschäftsleitung intern informieren, damit weitere Kolleginnen und Kollegen gewarnt werden können
- Chatverlauf per Screenshot sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten
- Bei bereits versendeten Gutscheincodes: den Anbieter der Karten umgehend kontaktieren, ob eine Sperrung noch möglich ist
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Quellen
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.