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Lohnabrechnung-Phishing: Die gefälschte HR-Mail zum 'neuen Gehaltsportal'
Lohnabrechnung-Phishing ist eine Betrugsform, bei der Beschäftigte eine gefälschte E-Mail erhalten, die scheinbar von der eigenen Personal- oder IT-Abteilung stammt und vor angeblichen Problemen mit der aktuellen Gehaltsabrechnung warnt. Über einen Link sollen Zugangs- oder Kontodaten in einem gefälschten 'neuen Lohnabrechnungsportal' aktualisiert werden, tatsächlich werden dort Zugangsdaten gestohlen.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Daten oder einen Code preisgegeben"Woran erkennst du sie?
- Absender wirkt wie die interne Personalabteilung, IT-Abteilung oder ein bekanntes Lohnabrechnungs-Tool des Arbeitgebers
- Betreff bezieht sich direkt auf die aktuelle Gehalts- oder Lohnabrechnung, etwa ein angebliches Update oder eine wichtige Mitteilung dazu
- Text erzeugt Druck mit der Drohung, die nächste Gehaltszahlung falle andernfalls aus oder werde verzögert
- Enthaltener Link führt auf eine externe Domain außerhalb der echten Unternehmens- oder Hochschul-Domain, etwa auf ein No-Code-Formular-Tool
- Verlinkte Seite fragt nach den regulären Anmeldedaten für das interne Mitarbeiterportal
- E-Mail stammt oft von bereits kompromittierten, aber echt wirkenden Adressen aus dem eigenen oder einem befreundeten Unternehmen
- Optisch schlichtes, aber glaubwürdiges Layout ohne das übliche Corporate Design des eigenen Arbeitgebers
Typischer Ablauf
- Beschäftigte erhalten eine E-Mail, die angeblich von der Personal- oder IT-Abteilung stammt und sich auf die Gehaltsabrechnung bezieht
- Nachricht behauptet ein Problem, ein Update oder eine notwendige Bestätigung im Zusammenhang mit der Lohnabrechnung
- Ein Link führt zu einer gefälschten Login-Seite außerhalb der echten Unternehmensdomain
- Opfer gibt dort seine regulären Zugangsdaten für das Mitarbeiterportal ein
- Täter nutzen die abgegriffenen Zugangsdaten, um sich in echte Firmensysteme einzuloggen, weitere Konten zu übernehmen oder Gehaltszahlungen umzuleiten
- Betroffene bemerken den Missbrauch oft erst bei der nächsten Gehaltszahlung oder durch ungewöhnliche Kontoaktivitäten
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Ihre Gehaltsabrechnung für diesen Monat konnte nicht zugestellt werden. Bitte bestätigen Sie Ihre Zugangsdaten im neuen Portal, um die Auszahlung nicht zu gefährden.“
- „Wichtiges Update zur Lohnabrechnung: Bitte melden Sie sich über den folgenden Link erneut an, sonst wird Ihre nächste Zahlung ausgelassen.“
- „Zur Migration auf unser neues HR-System bitten wir alle Mitarbeitenden, ihre Kontodaten und ihr Passwort bis Freitag im verlinkten Portal zu bestätigen.“
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Keine weiteren Daten mehr eingeben und die IT- bzw. Personalabteilung des eigenen Arbeitgebers über einen bekannten, offiziellen Weg informieren
- Passwort für das betroffene Mitarbeiterportal und alle Konten mit demselben Passwort sofort ändern
- Bei eingegebenen Bankdaten die eigene Bank informieren und Kontobewegungen beobachten
- E-Mail nicht löschen, sondern als Anhang an die interne IT-Sicherheit oder Verbraucherzentrale weiterleiten
- Prüfen, ob die nächste Gehaltszahlung korrekt und auf dem richtigen Konto eingegangen ist
- Künftig Links in Mitarbeiter-Mails grundsätzlich nicht direkt anklicken, sondern das Portal über die bekannte, selbst eingegebene Adresse aufrufen
Verwandte Maschen
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Quellen
- Regionales Rechenzentrum der Universität Hamburg — Sicherheitswarnung: Phishing-Mails mit Bezug auf angebliche Gehaltsabrechnung
- Freie Universität Berlin, campus.intern — Warnung vor gefälschten E-Mails (Phishing Mails)
- BSI — Passwortdiebstahl durch Phishing
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.