Phishing e-mail
Phishing im Namen der Hochschule: Die gefälschte Zahlungsaufforderung für „offene Studiengebühren“
Phishing mit gefälschten Studiengebühren-Rechnungen ist eine Betrugsform, bei der Kriminelle E-Mails im Namen einer Hochschule verschicken und unter Androhung rechtlicher Konsequenzen die sofortige Zahlung angeblich offener Studien- oder Semestergebühren auf ein fremdes Konto fordern. Die Nachrichten wirken durch Layout und Ansprache echt, stammen aber nicht von der Hochschule und sollen Studierende zu überstürzten Überweisungen verleiten.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"Woran erkennst du sie?
- E-Mail gibt vor, von der Hochschulverwaltung oder einem Prüfungsamt zu stammen, der Absender ist aber tatsächlich eine hochschulfremde Adresse
- Es wird ein konkreter, meist dreistelliger Betrag als angeblich offene Studien- oder Semestergebühr gefordert
- Kurze Zahlungsfrist und Drohung, der Vorgang werde andernfalls an eine „Rechtsabteilung“ oder ein Inkassobüro weitergegeben
- Zahlung soll auf ein externes, hochschulfremdes Konto erfolgen
- Der Zahlungsbeleg soll an eine E-Mail-Adresse geschickt werden, die nicht zur Hochschule gehört
- Gefälschte Rechnungen kursieren zeitgleich an mehreren Hochschulen und teils auch im Namen anderer Institutionen
Typischer Ablauf
- Betrüger verschaffen sich Adresslisten oder verschicken die Mail breit gestreut an Studierende einer oder mehrerer Hochschulen
- Die E-Mail imitiert Absendername, Betreff und Tonfall einer offiziellen Verwaltungsmitteilung
- Studierende werden aufgefordert, einen Betrag von häufig um die 350 Euro kurzfristig zu überweisen, um negative Konsequenzen wie eine Exmatrikulation oder rechtliche Schritte zu vermeiden
- Wer zahlt, überweist das Geld auf ein Konto, das nicht der Hochschule gehört und meist zeitnah leergeräumt wird
- Die Hochschule selbst erfährt oft erst durch Rückfragen betroffener Studierender von der laufenden Phishing-Welle
- IT-Sicherheitsstellen der Hochschulen warnen anschließend über interne Kanäle vor der konkreten Nachricht
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Sehr geehrte/r Studierende/r, es besteht eine offene Forderung in Höhe von 350 Euro. Bitte begleichen Sie den Betrag umgehend, andernfalls wird der Vorgang an unsere Rechtsabteilung weitergegeben.“
- „Bitte senden Sie den Zahlungsbeleg nach der Überweisung an folgende E-Mail-Adresse, damit Ihre Immatrikulation nicht gefährdet ist.“
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Auf verdächtige Zahlungsaufforderungen nicht reagieren, keine Links anklicken und keine Anhänge öffnen
- Absenderadresse genau prüfen: Offizielle Post der Hochschule kommt ausschließlich von einer Adresse der Hochschul-Domain
- Im Zweifel telefonisch oder über das offizielle Studierendensekretariat der Hochschule nachfragen, ob tatsächlich Gebühren offen sind
- Bereits erfolgte Überweisungen sofort der eigenen Bank melden und einen Rückruf der Zahlung veranlassen
- Verdächtige E-Mails an die IT-Sicherheitsstelle beziehungsweise das Rechenzentrum der eigenen Hochschule weiterleiten
- Bei finanziellem Schaden zusätzlich Anzeige bei der Polizei erstatten
Verwandte Maschen
Quellen
- Universität des Saarlandes — Warnung vor Phishing-E-Mails zu angeblichen Studiengebühren
- Westfälische Hochschule, International Office — Online-Betrug (gefälschte Rechnungen im Namen der Hochschule)
Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.