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Black-Friday-Fake-Shops: Extreme Rabatte, die nie geliefert werden
Black-Friday-Fake-Shops sind eine Betrugsform, bei der eigens rund um Rabattaktionen wie Black Friday oder Cyber Monday neu errichtete Online-Shops mit extremen Nachlässen auf Markenware werben, um die gesteigerte Kauflaune und den Zeitdruck der Käufer auszunutzen. Nach Vorkasse wird die Ware nie geliefert, der Shop verschwindet meist kurz nach der Aktion spurlos.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"Woran erkennst du sie?
- Shop taucht erst kurz vor Black Friday, Cyber Monday oder der Vorweihnachtszeit neu im Netz auf, oft mit sehr junger Internetadresse
- Rabatte von 50 bis 80 Prozent auf bekannte Markenware, die in dieser Höhe real nirgends angeboten werden
- Rabatt wird auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) statt auf den zuletzt üblichen Verkaufspreis bezogen, wodurch die tatsächliche Ersparnis gering oder gar nicht vorhanden ist
- Countdown-Timer, „nur noch 2 Stück verfügbar“ und ähnliche Dark Patterns erzeugen künstlichen Zeit- und Kaufdruck
- Werbung läuft gezielt über Anzeigen in sozialen Netzwerken, die neue Fake-Domains verbreiten, bevor diese in Suchmaschinen oder auf Bewertungsportalen auffallen
- Nur Vorkasse per Überweisung oder Kreditkarte möglich, sicherere Zahlarten wie Kauf auf Rechnung fehlen
- Fehlendes oder unvollständiges Impressum und keine erreichbare Kundenservice-Telefonnummer
- Nach Zahlungseingang kommt die Ware nie an oder es wird eine minderwertige Fälschung geliefert, der Shop ist kurz nach der Aktion nicht mehr erreichbar
Typischer Ablauf
- Kurz vor einer bekannten Rabattaktion wie Black Friday oder Cyber Monday geht ein neuer Online-Shop mit extrem günstigen Preisen auf bekannte Markenware online
- Betrüger bewerben den Shop gezielt über Anzeigen in sozialen Netzwerken, um viele Käufer schnell zu erreichen, bevor der Shop als unseriös auffällt
- Kunden bestellen unter Zeitdruck und zahlen meist per Vorkasse oder Kreditkarte
- Nach der Zahlung kommt entweder gar keine Ware, eine deutlich minderwertige Fälschung oder ein falscher Artikel an
- Kundenservice reagiert nicht mehr oder nur mit Ausreden, sobald reklamiert wird
- Kurz nach Ende der Rabattaktion verschwindet der Shop komplett aus dem Netz, die gleiche Masche taucht oft unter neuem Namen zur nächsten Aktion wieder auf
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Black Friday Sale: 70 % auf alle Markenartikel – nur heute, nur noch 3 Stück auf Lager!“
- „Cyber-Monday-Spezial: Original-Markenware zum Bruchteil des Preises, Angebot endet in 2 Stunden.“
- „Letzte Chance vor Weihnachten: Riesenrabatt auf UVP, nur solange der Vorrat reicht.“
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Shop-Adresse vor jeder Zahlung über den kostenlosen Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen prüfen
- Bei bereits erfolgter Vorkasse-Überweisung sofort die eigene Bank kontaktieren und prüfen, ob die Überweisung noch gestoppt werden kann
- Bei Zahlung per Kreditkarte eine Rückbuchung (Chargeback) beim Kartenunternehmen beantragen
- Screenshots von Angebot, Zahlungsbeleg und Kommunikation sichern
- Anzeige bei der Polizei erstatten
- Vorfall bei der Verbraucherzentrale und beim genutzten Zahlungsdienstleister melden
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Quellen
- Verbraucherzentrale NRW — Fakeshops haben Hochkonjunktur
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz — Black Friday: Echte Schnäppchen oder nur Trickserei?
- Verbraucherzentrale Niedersachsen — Schnäppchenjagd zu Singles Day, Black Friday und Cyber Monday
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.