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Ist das Betrug?
Haustürgeschäft vor-ort anruf

Photovoltaik-Kaltakquise: Unterschrift für „unverbindliche Anfrage“ wird zum teuren Solaranlagen-Vertrag

Photovoltaik-Kaltakquise-Betrug ist eine Betrugsform, bei der unangemeldete Vertreter an der Haustür oder am Telefon Hausbesitzer zu einer angeblich kostenlosen und unverbindlichen Beratung zu Solaranlagen überreden und sie dabei ein vollständiges, bindendes Auftragsformular für eine Photovoltaikanlage im Wert mehrerer Zehntausend Euro unterschreiben lassen, ohne dass dies transparent gemacht wird.

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Woran erkennst du sie?

  • Unangekündigte Vertreter klingeln an der Haustür oder rufen mit regionaler Rufnummer an und bieten eine „kostenlose Beratung“ zur Dacheignung für Solaranlagen an
  • Am Telefon werden persönliche Daten wie Hausdaten und Anwesenheitszeiten abgefragt, angeblich um ein unverbindliches Angebot zu erstellen
  • An der Haustür wird eine Unterschrift verlangt, die angeblich nur eine „unverbindliche Anfrage“ beim Energieversorger auslöst, tatsächlich aber ein bindendes Auftragsformular für eine Solaranlage ist
  • Es wird mit besonders günstigen Konditionen, angeblich günstigen KfW-Darlehen oder drohenden Preissteigerungen Druck zur sofortigen Entscheidung aufgebaut
  • Vereinbarte Beratungstermine werden teils gar nicht wahrgenommen, dienten aber schon der Datenabfrage am Telefon
  • Verkäufer behaupten teils, im Auftrag des örtlichen Energieversorgers oder einer Landesregierung zu handeln, was nicht zutrifft

Typischer Ablauf

  1. Kontaktaufnahme erfolgt unangekündigt an der Haustür oder per Telefonanruf mit einer regionalen Rufnummer
  2. Vertreter bieten eine kostenlose Vor-Ort-Beratung zur Dacheignung an oder erfragen am Telefon Hausdaten und persönliche Angaben für ein angebliches Angebot
  3. An der Haustür wird ein Dokument zur Unterschrift vorgelegt, das als unverbindliche Anfrage beim Energieversorger dargestellt wird
  4. Tatsächlich unterschreibt der Hausbesitzer damit ein vollständiges Auftragsformular für eine Photovoltaikanlage im Wert mehrerer Zehntausend Euro
  5. Es wird eine hohe Vorauszahlung verlangt, bevor Material geliefert oder installiert wird
  6. Die Anlage wird gar nicht, nur unvollständig oder deutlich überteuert geliefert; Rückfragen und Reklamationen bleiben unbeantwortet

Typische Formulierungen der Täter

Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.

  • „Wir brauchen nur kurz Ihre Unterschrift, damit wir eine unverbindliche Anfrage bei Ihrem Energieversorger stellen können.“
  • „Die Preise für Solaranlagen und die Förderkonditionen ändern sich bald wieder – wenn Sie heute unterschreiben, sichern wir Ihnen noch die aktuellen Konditionen.“
  • Am Telefon: „Wir sind gerade in Ihrer Nähe und prüfen kostenlos, ob sich Ihr Dach für eine Solaranlage eignet – wann sind Sie zu Hause?“

Was tun, wenn du schon reagiert hast?

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Quellen

Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.