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Ist das Betrug?
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Facebook Marketplace: Vorkasse-Betrug nach Verlagerung ins Messenger

Facebook-Marketplace-Betrug ist eine Betrugsform, bei der sich Kriminelle als Käufer oder Verkäufer auf dem Facebook Marketplace ausgeben, die Kommunikation gezielt in den Facebook-Messenger oder zu WhatsApp verlagern und dort mit gefälschten Ausweisdokumenten, angeblichen Kurierdiensten oder vorgetäuschten technischen Problemen eine oder mehrere Vorauszahlungen herauslocken. Die versprochene Ware oder Rückzahlung bleibt aus, das Geld ist verloren.

Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"

Woran erkennst du sie?

  • Kontaktaufnahme läuft zunächst über Facebook Marketplace, wechselt aber schnell in den Facebook-Messenger oder zu WhatsApp
  • Angebliche Verkäufer:innen behaupten, den Artikel nicht persönlich übergeben zu können, ein Kurierdienst solle Ware und Kaufpreis in einem Umschlag austauschen
  • Zur „Vertrauensbildung“ werden Fotos von Ausweisdokumenten verschickt, die sich später als gefälscht oder fremd herausstellen
  • Nach einer ersten Vorauszahlung folgt eine zweite Zahlungsaufforderung, etwa weil das Konto der Gegenseite angeblich „eingefroren“ sei oder eine zusätzliche Versicherungsgebühr per Guthabenkarten-Code nötig sei
  • Gefälschte E-Mails im Namen von Versanddienstleistern sollen die angebliche Sendung bestätigen
  • Bei einem Vor-Ort-Termin unter der angegebenen Adresse stellt sich heraus, dass weder die Ware noch die Kontaktperson dort existieren

Typischer Ablauf

  1. Täter:innen kontaktieren Interessent:innen zu einem Angebot auf Facebook Marketplace oder inserieren selbst einen günstigen Artikel
  2. Das Gespräch wird bewusst vom Marketplace-Chat in den Facebook-Messenger oder auf WhatsApp verlagert
  3. Zur Glaubwürdigkeit werden Ausweisfotos gezeigt oder ein angeblicher Kurierdienst als Zahlungs- und Übergabeweg vorgeschlagen
  4. Käufer:innen überweisen eine erste Anzahlung oder den vollen Kaufpreis auf ein angegebenes Konto
  5. Es folgt eine weitere Zahlungsaufforderung, etwa für eine Versicherungsgebühr per Guthabenkarten-Code oder weil das Konto der Gegenseite angeblich gesperrt sei
  6. Nach der zweiten Zahlung bricht der Kontakt ab, die Ware wird nie geliefert und bereits gezahltes Geld nicht zurücküberwiesen

Typische Formulierungen der Täter

Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.

  • „Ich kann den Artikel leider nicht persönlich übergeben, ein Kurier holt ihn ab und bringt Ihnen das Geld in einem Umschlag.“
  • „Zur Sicherheit sende ich Ihnen ein Foto meines Ausweises, damit Sie sehen, dass alles seine Richtigkeit hat.“
  • „Mein Konto wurde leider eingefroren, weil es angeblich meiner Frau gehört – können Sie den Betrag noch einmal überweisen? Sie bekommen morgen alles zurück.“
  • „Für die Versandversicherung wird zusätzlich ein Guthabenkarten-Code benötigt, den Sie bitte vorab übermitteln.“

Was tun, wenn du schon reagiert hast?

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Quellen

Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.