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Online-Banking-Trojaner: Wenn Schadsoftware die Überweisung im Browser manipuliert
Der Online-Banking-Trojaner ist eine Betrugsform, bei der Schadsoftware auf dem Computer des Opfers unbemerkt den Datenverkehr beim Online-Banking abfängt und manipuliert. Beim sogenannten Rücküberweisungstrojaner erscheint nach dem Login eine angeblich irrtümlich erhaltene Gutschrift, die per TAN zurücküberwiesen werden soll — tatsächlich wird damit eine echte Überweisung auf ein fremdes Konto freigegeben, ohne dass am Bildschirm etwas auffällt.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"Woran erkennst du sie?
- Nach dem Login im Online-Banking erscheint eine ungewöhnliche Gutschrift oder Zahlung, die zuvor nicht auf dem Konto war
- Aufforderung, den Betrag per TAN wieder zurückzuüberweisen, obwohl keine eigene Transaktion veranlasst wurde
- Vom Aufruf der Bank-Webseite über die Eingabemaske bis zum Abschluss der Transaktion gibt es für das Opfer keinerlei sichtbare Auffälligkeiten
- Die tatsächliche Empfänger-IBAN weicht bei einem Abgleich mit dem separaten TAN-Generator oder der TAN-App von der im Browser angezeigten IBAN ab
- Infektion erfolgt meist unbemerkt über E-Mail-Anhänge, präparierte Webseiten oder gefälschte Software-Updates, lange bevor das eigentliche Online-Banking genutzt wird
- Der Betrug fällt in der Regel erst beim nächsten Blick auf den echten Kontostand oder Kontoauszug auf
Typischer Ablauf
- Schadsoftware gelangt z. B. über einen E-Mail-Anhang, eine präparierte Webseite oder ein gefälschtes Update unbemerkt auf den Rechner
- Der Trojaner bleibt inaktiv, bis sich das Opfer im Online-Banking anmeldet
- Beim Login fängt die Schadsoftware den Datenverkehr ab und manipuliert im Browser sowohl die angezeigten Kontoinhalte als auch spätere Eingaben
- Es wird eine gefälschte, angeblich irrtümlich erhaltene Gutschrift eingeblendet mit der Aufforderung zur Rücküberweisung
- Das Opfer gibt eine TAN ein, die tatsächlich eine echte Überweisung an ein vom Trojaner vorgegebenes, fremdes Konto freigibt
- Der Betrug wird meist erst beim nächsten Blick auf den echten Kontostand oder Kontoauszug entdeckt
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- Im manipulierten Banking-Fenster: „Aufgrund eines technischen Fehlers wurde Ihnen ein Betrag irrtümlich gutgeschrieben. Bitte überweisen Sie den Betrag umgehend zurück.“
- „Zur Bestätigung der Rücküberweisung geben Sie bitte die TAN aus Ihrer TAN-App ein.“
- Kein Täterkontakt per Nachricht nötig: Die gefälschte Meldung erscheint direkt und unbemerkt im eigenen, echten Online-Banking-Fenster
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Gerät sofort vom Internet trennen und bis zur vollständigen Bereinigung nicht mehr für Online-Banking nutzen
- Bank umgehend telefonisch über eine selbst recherchierte, offizielle Nummer informieren und um Prüfung einer Rückbuchung bitten
- Konto und Zugänge über die Sperr-Hotline 116 116 oder direkt bei der Bank sperren lassen
- Rechner von Fachpersonal vollständig auf Schadsoftware untersuchen und bereinigen lassen, bevor er wieder für Bankgeschäfte genutzt wird
- Anzeige bei der Polizei erstatten
Verwandte Maschen
- Call-ID-Spoofing: Die Bank-Hotline, die keine ist
- Fake-Bank-App-Update: Die gefälschte Update-SMS fürs Online-Banking
- Malvertising: Die gefälschte Download-Seite hinter der Suchanzeige
- Bank-Phishing per E-Mail: Der angebliche Datenabgleich fürs Online-Banking
- Quishing per Briefpost: Gefälschte Bankbriefe mit QR-Code
Quellen
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.