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Abofalle durch Influencer-Werbung: Der teure Produkttest
Die Abofalle durch Influencer-Werbung ist eine Betrugsform, bei der auf Social Media oder über gefälschte, teils mit Deepfakes prominenter Gesichter beworbene Anzeigen ein kostenloser Produkttest oder Gewinnspiel-Gutschein versprochen wird. Wer sich anmeldet, schließt tatsächlich ein teures, automatisch verlängertes Abonnement ab, das sich nur schwer wieder kündigen lässt.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Meine Karte oder mein Konto wurde belastet"Woran erkennst du sie?
- Werbung auf Instagram, TikTok oder Facebook verspricht eine 'gratis' Testpackung, oft für Kosmetik oder Nahrungsergänzungsmittel
- Bekannte Gesichter aus TV oder Sport werden als angebliche Fürsprecher gezeigt, teils mit KI-generierten Deepfake-Videos
- Zur Anmeldung müssen Zahlungsdaten angegeben werden, obwohl der Test als kostenlos beworben wird
- Im Kleingedruckten verbirgt sich ein Abonnement, das sich automatisch zu vollem Preis verlängert, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird
- Anbieterangaben (Impressum, Kontaktmöglichkeiten) sind spärlich oder fehlen ganz
Typischer Ablauf
- Anzeige auf Social Media bewirbt einen kostenlosen Produkttest oder Gewinn, oft mit prominentem Gesicht
- Klick führt zu einer Landingpage, auf der nur noch geringe Versandkosten fällig werden sollen
- Bei der Bestellung werden Zahlungsdaten hinterlegt, im Kleingedruckten wird ein Abonnement mit automatischer Verlängerung vereinbart
- Nach Ablauf einer kurzen Testfrist wird der volle Abo-Preis abgebucht, eine Kündigung wird bewusst erschwert
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Bekannte Person testet dieses Produkt und ist begeistert — jetzt gratis testen, nur Versandkosten zahlen“
- Anzeige mit angeblichem Nachrichtenartikel und Video-Testimonial einer prominenten Person, deren Aussagen darin verfälscht oder komplett erfunden sind
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Vertrag prüfen und schriftlich widerrufen bzw. kündigen, Musterbriefe der Verbraucherzentrale nutzen
- Bei fehlender oder fehlerhafter Widerrufsbelehrung gilt oft eine verlängerte Widerrufsfrist von bis zu einem Jahr und 14 Tagen
- Zahlungsdienstleister oder Bank kontaktieren, um weitere Abbuchungen zu stoppen
- Verbraucherzentrale einschalten, insbesondere bei Mahnungen oder Inkasso-Forderungen
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Quellen
- Verbraucherzentrale — Täuschend echt: Wie Kriminelle Deepfakes mit Promis für Fake-Werbung nutzen
- Verbraucherzentrale Bayern — Achtung bei Gratis-Produkttests
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.