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Ist das Betrug?
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Reparaturkostenbetrug nach dem Autoverkauf: Der angebliche Freund des Käufers fordert Geld

Der Reparaturkostenbetrug nach dem Autoverkauf ist eine Betrugsform, bei der sich Tage nach einer reibungslos abgewickelten Übergabe eine fremde Person als Freund oder Bevollmächtigter der Käuferseite meldet. Das Fahrzeug habe einen verschwiegenen Mangel gehabt, der Käufer sei im Ausland, die Reparaturkosten seien auf ein Auslandskonto zu überweisen. Der echte Käufer weiß von nichts.

Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"

Woran erkennst du sie?

  • Der Verkauf selbst lief völlig unauffällig: Zahlung, Fahrzeugübergabe und Ummeldung wurden problemlos abgewickelt
  • Erst Tage oder Wochen später meldet sich eine bis dahin unbeteiligte Person, meist per E-Mail oder Telefon
  • Diese Person tritt nicht als Käuferin oder Käufer auf, sondern als deren „Freund“ oder „Bevollmächtigter“
  • Begründet wird die Vertretung damit, dass die Käuferseite sich gerade im Ausland aufhalte und deshalb nicht selbst erreichbar sei
  • Behauptet wird ein Defekt kurz nach der Übergabe, der auf einen bereits beim Verkauf vorhandenen und verschwiegenen Mangel zurückgehe
  • Gefordert wird die teilweise oder vollständige Übernahme der Reparaturkosten, zu überweisen auf ein Konto im Ausland
  • Überprüfbare Belege fehlen: keine nachvollziehbare Werkstattrechnung, keine erreichbare Werkstattanschrift, kein Gutachten, keine schriftliche Vollmacht
  • Die Forderung wird mit Zeitdruck und der Ankündigung rechtlicher Schritte vorgetragen; auf den Vorschlag, die Sache direkt mit der Käuferseite zu klären, wird ausweichend reagiert
  • Abgrenzung zu den übrigen Kfz-Maschen: Vorkassebetrug, Scheckbetrug mit Überzahlung, Falschgeld bei der Übergabe und Tachomanipulation setzen vor oder bei der Übergabe an — dieser Angriff beginnt erst, wenn das Geschäft längst abgeschlossen ist

Typischer Ablauf

  1. Der Täter beobachtet Verkaufsinserate auf Fahrzeug- und Kleinanzeigenportalen, ohne selbst als Interessent aufzutreten
  2. Aus dem Inserat kennt er Fahrzeugdaten, Standort und Kontaktweg der Verkäuferseite und verfolgt, wann die Anzeige als verkauft endet
  3. Das eigentliche Geschäft zwischen echtem Käufer und Verkäufer läuft völlig normal ab; beide Seiten bemerken von dem Beobachter nichts
  4. Einige Zeit nach der Übergabe meldet sich der Täter bei der Verkäuferseite und gibt sich als Freund oder Bevollmächtigter der Käuferseite aus
  5. Er schildert einen reparaturbedürftigen Defekt, führt ihn auf einen verschwiegenen Mangel zurück und verweist darauf, dass die Käuferseite im Ausland und deshalb vertreten sei
  6. Die Verkäuferseite soll die Reparaturkosten ganz oder teilweise auf ein Konto im Ausland überweisen, um einen angekündigten Rechtsstreit zu vermeiden
  7. Die echte Käuferseite weiß weder von einem Schaden noch von einer Forderung — eine direkte Rückfrage bei ihr bringt die Masche sofort zum Auffliegen

Typische Formulierungen der Täter

Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.

  • „Ich melde mich im Auftrag meines Freundes, der letzte Woche Ihren Wagen gekauft hat. Er ist beruflich im Ausland und hat mich bevollmächtigt, die Sache für ihn zu regeln.“
  • „Schon auf der Rückfahrt ist der Motor in die Werkstatt gekommen. Der Schaden bestand nachweislich bereits bei der Übergabe — Sie haben uns ein defektes Fahrzeug verkauft.“
  • „Die Werkstatt verlangt eine Anzahlung. Bitte überweisen Sie den Betrag auf das unten genannte Konto im Ausland, dann sehen wir von weiteren Schritten ab.“
  • „Eine Rückmeldung bis morgen wäre gut, andernfalls geben wir die Angelegenheit an unseren Anwalt ab.“
  • „Meinen Freund erreichen Sie derzeit nicht, sein Handy funktioniert im Ausland nicht. Klären Sie das bitte mit mir.“

Was tun, wenn du schon reagiert hast?

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Quellen

Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.