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Ist das Betrug?
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Spendenbetrug mit Tierleid: Inszenierte Tierrettungen in sozialen Netzwerken

Spendenbetrug mit inszenierten Tierrettungen ist eine Betrugsform, bei der in sozialen Netzwerken emotionale Videos von angeblich geretteten Hunden oder Katzen verbreitet werden, um Spenden einzuwerben. Die Notlagen sind gestellt, die Tiere werden dafür teils absichtlich in Gefahr gebracht oder verletzt, und wohin das gespendete Geld fließt, bleibt völlig offen.

Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"

Woran erkennst du sie?

  • Videos zeigen Tiere in extremer Not, der Spendenaufruf steht direkt daneben oder im Profil verlinkt
  • Die vermeintliche Rettung setzt verzögert ein: Das Tier bleibt minutenlang sichtbar in der Gefahrensituation, während weiter gefilmt wird
  • Die Szene ist aus mehreren Kameraperspektiven aufgenommen und stark geschnitten — bei einem zufälligen Fund technisch kaum möglich
  • Dieselben Tiere, Drehorte oder Personen tauchen in Videos verschiedener Accounts wieder auf, Ortsangaben fehlen
  • Es gibt keine Angaben dazu, wer die Spende erhält, wofür sie verwendet wird und was aus dem Tier später geworden ist
  • Hinter dem Aufruf steht keine erkennbare gemeinnützige Organisation, sondern ein privater Account oder ein Zahlungslink
  • Emotionsgeladene Texte und Mitleid erregende Fotos ohne nachprüfbare Belege sind laut Verbraucherzentrale ein Kennzeichen unseriöser Spendenwerbung — statt Nachweisen springt die Bankverbindung sofort ins Auge
  • Es fehlen Impressum, Anschrift, Jahresbericht und Angaben zu Werbe- und Verwaltungskosten
  • Zu Sofortspenden wird gedrängt, teils verbunden mit dem Wunsch nach einem Dauerauftrag

Typischer Ablauf

  1. Produzierende von Videoinhalten inszenieren Tiernotlagen und filmen die vermeintlich heldenhafte Rettung — nach ZDF-Recherchen greifen sie dafür in Uganda auf notdürftige Verwahrstationen zurück, die Hunde und Drehorte gegen Gebühr zur Verfügung stellen
  2. Die Videos werden über Instagram, TikTok und weitere Plattformen verbreitet und durch die Empfehlungsalgorithmen einem großen Publikum ausgespielt
  3. Je dramatischer die Lage des Tieres wirkt, desto mehr Reichweite und Spendenbereitschaft entsteht — Tiere werden dafür teils absichtlich verletzt
  4. Unter oder neben dem Video steht ein Spendenaufruf mit Link zu einer Zahlungsplattform, einem privaten Konto oder einer Crowdfunding-Seite
  5. Spenden fließen aus dem Ausland, ohne dass Mittelverwendung, Empfänger oder Verbleib des Tieres nachvollziehbar dokumentiert werden
  6. Wird ein Account gesperrt, entstehen unter neuem Namen kurzfristig neue Profile mit demselben Material

Typische Formulierungen der Täter

Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.

  • „Wir haben ihn in letzter Sekunde gefunden — jetzt braucht er dringend eine teure Operation. Jeder Euro zählt!“
  • „Bitte teilen! Ohne eure Spenden können wir diesen Welpen nicht retten. Link in der Bio.“
  • „Nur noch heute: Wenn wir bis Mitternacht nicht genug zusammenbekommen, müssen wir ihn zurücklassen.“

Was tun, wenn du schon reagiert hast?

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Quellen

Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.