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Katastrophen-Spendenbetrug: Falsche Sammler nach Erdbeben und Flut
Katastrophen-Spendenbetrug ist eine Betrugsform, bei der Täter nach realen Ereignissen wie Erdbeben oder Überschwemmungen mit falschen Spendenaufrufen auf der Straße, per Telefon, E-Mail oder in sozialen Netzwerken um Geld für angebliche Hilfsorganisationen bitten. Das gesammelte Geld geht tatsächlich nicht an Betroffene, sondern verschwindet in den Taschen der Betrüger.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Bargeld oder Wertsachen übergeben"Woran erkennst du sie?
- Sammler treten kurz nach einer aktuellen Katastrophe plötzlich verstärkt auf der Straße, an Haustüren oder in Fußgängerzonen auf
- Name der angeblichen Hilfsorganisation klingt bekannten Organisationen ähnlich, ist aber nicht im DZI-Spendensiegel-Register gelistet
- Sammler drängen zu sofortiger Bar- oder Kartenzahlung und lassen die Bankkarte nicht aus der Hand
- Keine nachprüfbaren Angaben zu Vereinsregisternummer, Sitz oder Verwendung der Spenden
- Aggressives oder aufdringliches Auftreten, teils mit mobilen Kartenlesegeräten
- Spendenaufrufe kursieren auch per E-Mail, WhatsApp-Kettennachricht oder Social-Media-Post mit dramatischen Bildern und Link zu einem unbekannten Konto
Typischer Ablauf
- Kurz nach einer medienwirksamen Katastrophe (Erdbeben, Überschwemmung, Erdrutsch) tauchen plötzlich neue „Spendensammler“ auf
- Sammlung erfolgt auf der Straße, an der Haustür, per Telefonanruf oder über einen Link in E-Mail, WhatsApp oder Social Media
- Emotionale Bilder und Zeitdruck sollen zu einer schnellen, unüberlegten Spende bewegen
- Geld wird bar, per mobilem Kartenlesegerät oder auf ein privates bzw. ausländisches Konto verlangt statt auf das Konto einer geprüften Organisation
- Das gesammelte Geld fließt nicht an Betroffene, sondern an die Täter, die angebliche Organisation ist meist nicht auffindbar
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Wir sammeln vor Ort für die Erdbebenopfer – jeder Euro hilft, bitte spenden Sie direkt hier per Karte“
- Rundmail mit erschütternden Fotos der Katastrophe und der Bitte, dringend auf ein angegebenes Konto zu spenden, weil „offizielle Kanäle zu langsam“ seien
- WhatsApp-Kettennachricht mit Spendenlink und dem Hinweis, die Nachricht möglichst schnell weiterzuleiten
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Bei Kartenzahlung sofort die eigene Bank kontaktieren und prüfen, ob eine Rückbuchung möglich ist
- Die Organisation über die eigene, unabhängig recherchierte Website oder das DZI-Spendensiegel-Verzeichnis prüfen, nicht über den vom Sammler genannten Link
- Verdacht bei der Polizei anzeigen, besonders bei aggressivem oder bedrohlichem Auftreten
- Künftig nur an bekannte, im DZI-Register gelistete Organisationen über deren offizielle Website spenden
Verwandte Maschen
Quellen
- Verbraucherzentrale — Spendensammler: Woran man wahre Wohltäter erkennt
- Polizeiliche Kriminalprävention — Richtig spenden, Betrug vermeiden
- Bayerische Polizei — Warnung vor dreister Betrugsmasche: Betrügerische Spendensammler mit mobilen Kartenlesegeräten
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.