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Ist das Betrug?
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Partnervermittlungsinstitut: Hohes Vorabhonorar, kaum echte Vermittlung

Partnervermittlungs-Abzocke ist eine Betrugsform, bei der ein real existierendes Vermittlungsinstitut einsame Menschen über Zeitungsanzeigen anlockt, einen Berater zum Hausbesuch schickt und dort einen Vertrag über ein hohes Vorabhonorar abschließt. Die versprochenen passenden Partnervorschläge bleiben danach aus, sind erfunden oder angeblich schon vergeben — das Geld ist bereits geflossen.

Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Geld überwiesen"

Woran erkennst du sie?

  • Anlockung über Kontakt- oder Lockanzeigen in Regionalzeitungen und Anzeigenblättern, in denen nur ein Vorname und eine Telefonnummer des Instituts stehen
  • Statt eines Gesprächs im Büro drängt ein Berater auf einen Termin in der Wohnung der Kundin oder des Kunden, teils kurzfristig und unangemeldet
  • Das Beratungsgespräch dauert mehrere Stunden, spielt gezielt mit Einsamkeit, Dringlichkeit und Schuldgefühlen („Sie werden es später bereuen“)
  • Vertragsbedingungen werden nicht erläutert, sondern als Formalität abgetan; ein Exemplar zum Nachlesen soll erst nach der Unterschrift ausgehändigt werden
  • Das Honorar liegt im hohen drei- bis vierstelligen Bereich oder darüber und soll komplett im Voraus gezahlt werden, teils per Blankoüberweisung, Ratenkredit oder Finanzierung
  • Versprochen wird eine große Auswahl passender Partnervorschläge, die es tatsächlich nicht gibt oder die nicht zum vereinbarten Anforderungsprofil passen
  • Auf Nachfrage heißt es, vorgeschlagene Personen seien bereits vergeben oder hätten kein Interesse; neue Vorschläge kommen nicht
  • Versuche, das gesetzliche Widerrufsrecht auszuschließen oder Betroffene von einer Kündigung abzubringen

Typischer Ablauf

  1. Eine Anzeige in der Zeitung oder im Anzeigenblatt beschreibt eine angeblich konkrete suchende Person und nennt eine Telefonnummer
  2. Beim Anruf meldet sich ein Vermittlungsinstitut und bietet ein kostenloses, unverbindliches Beratungsgespräch an — am liebsten zu Hause
  3. Ein Berater kommt in die Wohnung, nimmt ein ausführliches Persönlichkeits- und Partnerprofil auf und stellt zahlreiche passende Kandidaten in Aussicht
  4. Noch im selben Termin wird ein Vertrag über ein hohes Honorar vorgelegt und zur sofortigen Unterschrift und Zahlung gedrängt
  5. Das Honorar wird im Voraus abgebucht, überwiesen oder über einen Kredit finanziert
  6. Danach kommen keine, wenige oder offensichtlich unpassende Partnervorschläge; Rückfragen werden vertröstet
  7. Bei Kündigung oder Widerruf verweigert das Institut die Rückzahlung, beruft sich auf angeblich bereits erbrachte Leistungen oder auf Vertragsklauseln

Typische Formulierungen der Täter

Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.

  • „Witwe, 68, sucht ehrlichen Partner für gemeinsame Zukunft — Zuschriften unter Chiffre, Tel. …“
  • „Das Erstgespräch ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich. Am besten komme ich zu Ihnen nach Hause, da ist es gemütlicher.“
  • „Wir haben aktuell 14 Damen in der Kartei, die genau auf Ihr Profil passen — die sind aber schnell vergeben.“
  • „Den Vertrag können wir gleich fertig machen, das ist reine Formsache. Die Unterlagen bekommen Sie später zugeschickt.“

Was tun, wenn du schon reagiert hast?

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Quellen

Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.