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Ist das Betrug?
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Untergeschobene Lotto-Tippgemeinschaft: Das Abo, das nie bestellt wurde

Die untergeschobene Lotto-Tippgemeinschaft ist eine Betrugsform, bei der Anrufer behaupten, man habe längst eine kostenpflichtige Tippgemeinschaft oder ein Lotto-Abo abgeschlossen und vergessen zu kündigen. Gegen eine Gebühr wird eine angebliche Sonderkündigung angeboten, oder es folgt ein Schreiben mit einer angekündigten monatlichen Lastschrift — obwohl nie ein Vertrag geschlossen wurde.

Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich habe Daten oder einen Code preisgegeben"

Woran erkennst du sie?

  • Unerwarteter Anruf mit der Behauptung, man habe an einem Gewinnspiel teilgenommen und dabei einen kostenpflichtigen Vertrag über eine Tippgemeinschaft oder ein Lotto-Abo abgeschlossen
  • Die Anrufenden nennen zutreffende persönliche Daten wie Name, Adresse oder Geburtsdatum, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen
  • Angeboten wird eine „Sonderkündigung“ gegen eine einmalige Gebühr, in dokumentierten Fällen 79 Euro
  • Gedroht wird damit, dass das angebliche Abo sonst weiterläuft und monatlich vom Konto abgebucht wird
  • Zur angeblichen Verifizierung wird die IBAN abgefragt — echte Anbieter benötigen dafür keinen Telefonanruf
  • In einer Briefvariante teilt ein oft im Ausland ansässiger Absender mit, man sei von einem früheren Anbieter in eine Eurojackpot-Tippgemeinschaft „übernommen“ worden, und kündigt eine monatliche Lastschrift an
  • Die IBAN im Schreiben ist teilweise unkenntlich gemacht, ein nachvollziehbarer Vertragsbezug fehlt vollständig
  • Eine schriftliche „Vertragsbestätigung“ folgt per Post, häufig unter wechselnden oder erfundenen Firmenbezeichnungen
  • Die Begründung einer Tippgemeinschafts-Mitgliedschaft ohne Zustimmung ist rechtlich nicht zulässig

Typischer Ablauf

  1. Anruf oder Brief mit der Behauptung, es bestehe bereits ein kostenpflichtiger Vertrag über eine Lotto-Tippgemeinschaft oder ein Gewinnspiel-Abo
  2. Zur Untermauerung werden persönliche Daten genannt, die die Anrufenden aus anderen Quellen haben
  3. Es wird Druck aufgebaut: Entweder man zahlt jetzt eine Gebühr für eine angebliche Sonderkündigung, oder das Abo läuft mit monatlichen Abbuchungen weiter
  4. Wer nachgibt, gibt am Telefon die IBAN heraus oder stimmt einer Ratenzahlung zu
  5. Kurz darauf treffen eine schriftliche „Bestätigung“ und Lastschriften ein, teils von einem anderen Absender als dem Anrufenden
  6. Wer widerspricht, erhält Mahnungen und weitere Anrufe, in denen erneut Zahlungen gefordert werden

Typische Formulierungen der Täter

Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.

  • „Sie haben vor einiger Zeit an unserem Gewinnspiel teilgenommen und dabei eine Tippgemeinschaft abgeschlossen — die Kündigung haben Sie leider vergessen.“
  • „Wenn Sie das Abo nicht kündigen, läuft es weiter und der Betrag wird von Ihrem Konto abgebucht.“
  • „Wir bieten Ihnen ein einmaliges Sonderkündigungsrecht für 79 Euro an, damit die monatlichen Kosten enden.“
  • „Zur Verifizierung Ihrer Identität nennen Sie mir bitte einmal Ihre IBAN.“
  • „Wir haben Sie von Ihrem bisherigen Anbieter in unsere Eurojackpot-Tippgemeinschaft übernommen. Der Monatsbeitrag wird per Lastschrift eingezogen.“

Was tun, wenn du schon reagiert hast?

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Quellen

Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.