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Ist das Betrug?

Verbraucherzentrale warnt vor Jobangeboten mit Finanztransfers für Dritte

Die Verbraucherzentrale warnt vor Jobangeboten, bei denen Bewerberinnen und Bewerber Geld über ihr privates Konto weiterleiten sollen. Beworben werden die Stellen etwa als „Finanzagent“, „Treuhandservice“, „Treuhandassistent:in“, „Wertverwalter“ oder „Crypto-Assistent“, angeblich ohne Vorerfahrung und aus dem Homeoffice. Das Geld angeblicher Kundschaft landet zunächst auf dem eigenen Konto; in bekannten Fällen sollte es per Bargeldversand an eine im Ausland befindliche Person weitergeleitet werden, in einer neueren Variante soll damit Kryptowährung gekauft und an den vermeintlichen Arbeitgeber weitergeleitet werden. Als Warnzeichen nennt die Verbraucherzentrale, dass das Bewerbungsverfahren ohne Vorstellungsgespräch abläuft, häufig allein aufgrund persönlicher Daten ein Arbeitsvertrag ausgestellt wird, die Einarbeitung bisweilen über WhatsApp läuft und für „einfache“ Tätigkeiten vergleichsweise hohe Vergütungen versprochen werden. Betroffene können sich strafbar machen, etwa wegen leichtfertiger Geldwäsche oder wegen Beihilfe zum Betrug; auch das Erbringen einer Zahlungsdienstleistung kann strafbar sein, weil Zahlungsdienste erlaubnis- und registrierungspflichtig sind. Zusätzlich besteht laut Verbraucherzentrale unter Umständen die Möglichkeit, dass die Identität der Betroffenen übernommen wird, wenn sie sich zur Annahme des Jobs einem Video-Ident-Verfahren unterziehen sollen. Die Verbraucherzentrale rät, sich gründlich über den vermeintlichen Arbeitgeber zu informieren, weder das private Konto noch die private Kryptowallet zur Verfügung zu stellen und ohne persönlichen Kontakt zum Arbeitgeber kein Video- oder Post-Ident-Verfahren zu nutzen.

Quelle: Verbraucherzentrale — Finanztransfers für Dritte: Warnung vor Jobangeboten Zugehörige Masche: Finanzagent und Warenagent: Wenn das eigene Konto für Geldwäsche missbraucht wird