EVZ warnt vor Festgeld-Betrug durch unseriöse Vermittler
Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) warnt vor Betrug mit vermeintlichen Festgeld-Angeboten: Unseriöse Finanzvermittler aus dem Ausland erbeuten damit hohe Summen. Geworben wird mit Konditionen, die besser sind als das, was man sonst am Markt bekommt — im geschilderten Fall aus der EVZ-Fallpraxis 4,25 Prozent Zinsen für zwölf Monate Festgeld. Ein Paar schloss daraufhin einen Vertrag über ein Jahr Festgeld bei einer spanischen Bank und überwies 100.000 Euro auf ein Konto, das auf den Namen der Anlegerin laufen sollte; Monate später zeigte sich, dass das Konto nie auf ihren Namen lief. Als Warnzeichen nennt das EVZ seriös wirkende Vergleichs- und Vermittlungsportale mit vermeintlichen Auszeichnungen oder Siegeln, mit Bildbearbeitungsprogrammen manipulierte Verträge angeblicher Partnerbanken, Webseiten, die erst seit wenigen Wochen registriert sind, sowie Anbieter, die man ausschließlich per Telefon kennt. Stutzig machen sollte außerdem, wenn bei der Kontoeröffnung keine Legitimationsprüfung stattfindet, sondern nur eine Ausweiskopie verlangt wird. Empfohlen wird, Impressum und Unternehmensdatenbank der BaFin zu prüfen und die angebliche Partnerbank direkt über offizielle, nicht vom Vermittler bereitgestellte Kontaktdaten zu kontaktieren. Wurde bereits Geld überwiesen, sollten die eigene Hausbank und die Bank des Empfängers informiert und Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden.
Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland — Festgeld-Betrug: Unseriöse Vermittler erbeuten hohe Summen Zugehörige Masche: Unseriöse Festgeldangebote: Gefälschte Zinsplattformen und geklonte Bankauftritte