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Fake-Skin-Trading: Wie Gaming-Accounts bei Steam & Co. per Phishing gestohlen werden
Fake-Skin-Trading ist eine Betrugsform, bei der Kriminelle Spielerinnen und Spieler von Counter-Strike, Fortnite oder anderen Titeln mit dem Versprechen kostenloser Skins, hoher Inventarwerte oder eines angeblichen Team-Votings auf gefälschte Webseiten locken. Dort sollen sie sich mit ihren echten Zugangsdaten bei Steam oder der jeweiligen Plattform einloggen — die eingegebenen Daten werden abgegriffen und der Account samt Inventar übernommen.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Mein Konto wurde gehackt"Woran erkennst du sie?
- Nachrichten mit Links zu angeblich kostenlosen Skins, Items oder In-Game-Guthaben, oft über bereits kompromittierte Accounts von Freunden verschickt
- Aufforderung zur Teilnahme an einem „Team-Voting“ oder Turnier, verbunden mit einem Login über eine gefälschte Seite
- Gefälschte Webseite ist dem echten Login von Steam oder Spieleherstellern optisch nachgebaut, oft mit leicht abgewandelter URL
- Nach Eingabe von Benutzername und Passwort wird zusätzlich der gerade generierte Zwei-Faktor-Code abgefragt, um auch abgesicherte Konten zu übernehmen
- E-Mails im Namen von Spieleherstellern fordern unter dem Vorwand einer „Kontoverifizierung“ zum Klick auf einen Link auf
- Übernommene Accounts werden genutzt, um das Inventar zu leeren, echte Handelsangebote zu stornieren und im Namen des Opfers weitere Kontakte anzuschreiben
Typischer Ablauf
- Täter kontaktieren über eine Nachricht — teils von einem bereits gekaperten Freundes-Account — oder eine Anzeige mit dem Versprechen kostenloser Skins, hoher Inventarbewertungen oder eines Abstimmungslinks
- Der Link führt auf eine täuschend echt gestaltete Kopie der Steam- oder Marktplatz-Login-Seite
- Betroffene geben dort ihre echten Zugangsdaten ein, die Seite prüft diese in Echtzeit gegen die echten Server
- Bei aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung wird zusätzlich der soeben generierte Sicherheitscode abgefragt und sofort missbraucht
- Mit den erbeuteten Daten übernehmen die Täter den Account, entziehen dem Opfer die Kontrolle und verkaufen oder verschieben das Inventar
- Der Verlust fällt meist erst auf, wenn der eigene Zugriff auf den Account nicht mehr möglich ist oder Freunde von verdächtigen Nachrichten berichten
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Stimm doch kurz für mein Team ab, dauert nur eine Minute“ — Nachricht mit Link zu einer gefälschten Login-Seite
- Werbeversprechen wie „Kostenlose Skins“ oder „Berechne den Wert deines Inventars“ auf einer nachgebauten Trading-Website, die zum Login mit echten Zugangsdaten auffordert
- E-Mail im Namen eines Spieleherstellers: „Bitte bestätige dein Konto, um es weiter nutzen zu können“ mit Link zu einer gefälschten Anmeldeseite
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Passwort sofort über ein vertrauenswürdiges Gerät ändern, keinesfalls über das Gerät, auf dem die Daten eingegeben wurden
- Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie hinterlegte E-Mail-Adresse und Wiederherstellungsoptionen auf unautorisierte Änderungen prüfen
- Anmeldeprotokoll und aktive Sitzungen des Accounts kontrollieren und unbekannte Geräte abmelden
- Support der jeweiligen Plattform über die offizielle Wiederherstellungsfunktion kontaktieren, keine Links aus verdächtigen Nachrichten nutzen
- Screenshots der Phishing-Seite, verdächtiger Nachrichten und ungewöhnlicher Kontoaktivitäten für eine spätere Anzeige sichern
- Anzeige bei der Polizei erstatten, insbesondere bei finanziellem Schaden durch verkaufte Items oder abgebuchtes Guthaben
Verwandte Maschen
Quellen
- polizei-praevention.de (LKA Niedersachsen) — Ratgeber Internetkriminalität: Computerspiele und Konsolen
- polizei-praevention.de (LKA Niedersachsen) — Gehackte Accounts: Schnelle erste Hilfe
Redaktionell geprüft, Stand 9.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.