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Ist das Betrug?
Für Unternehmen

Deepfake-Bewerber im Remote-Recruiting

Deepfake-Bewerbungen sind eine Betrugsform, bei der sich Angreifer mit gefälschter oder gestohlener Identität — teils per KI-manipuliertem Video im Vorstellungsgespräch — auf Remote-Stellen bewerben, meist mit dem Ziel, Zugriff auf Unternehmenssysteme oder Gehaltszahlungen zu erschleichen.

Das Problem

Vollständig remote besetzte Stellen mit direktem Systemzugriff (IT, Entwicklung, Finance) sind besonders betroffen, weil eine persönliche Identitätsprüfung im Bewerbungsprozess oft fehlt und Video-Interviews technisch manipulierbar sind.

Typischer Ablauf des Angriffs

  1. Bewerbung mit gestohlener oder komplett erfundener Identität, oft mit KI-generiertem oder gestohlenem Profilfoto
  2. Im Video-Interview kommt teils Echtzeit-Deepfake-Technik zum Einsatz, die das Gesicht einer anderen Person überlagert
  3. Nach erfolgreicher Einstellung: Zugriff auf Systeme, Kundendaten oder direkt auf Gehalts-/Rechnungsprozesse
  4. In manchen dokumentierten Fällen mehrere kollaborierende Fake-Identitäten für dieselbe oder verwandte Stellen

Prozess-Gegenmaßnahme

  • Mindestens ein Gesprächsschritt mit Kamera an, ohne Möglichkeit für den Bewerber, Hintergrund/Filter zu erzwingen, plus eine spontane Zusatzfrage, die vom vorbereiteten Skript abweicht
  • Identitätsprüfung vor Vertragsunterschrift: Ausweisabgleich, bei sensiblen Rollen zusätzlich ein Referenzcheck über unabhängig verifizierte Kontaktwege
  • Kein Systemzugriff und keine Bankdaten-Änderung am ersten Arbeitstag ohne persönlichen oder verifizierten Video-Onboarding-Termin
  • IT-Onboarding-Prozess so gestalten, dass Zugriffsrechte erst nach abgeschlossener Identitätsprüfung freigeschaltet werden, nicht vorab

Quellen

Stand 8.8.2026.