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Deepfake-Sextortion: Erpressung mit KI-generierten Nacktbildern
Deepfake-Sextortion ist eine Betrugsform, bei der Täter mit KI-Tools aus ganz gewöhnlichen Fotos einer Person, etwa aus sozialen Netzwerken, gefälschte Nacktbilder oder pornografische Aufnahmen erzeugen. Anders als bei klassischer Sextortion muss dafür nie ein echtes intimes Foto existiert haben. Mit den gefälschten Bildern drohen die Täter, sie im Umfeld der Betroffenen zu verbreiten, um Geld zu erpressen.
Schon reagiert? Direkt zur Soforthilfe „Ich werde mit privaten Aufnahmen erpresst"Woran erkennst du sie?
- Für die Fälschung genügt ein ganz normales, öffentlich zugängliches Foto, etwa ein Profilbild aus sozialen Netzwerken
- Betroffene werden mit den gefälschten Bildern konfrontiert und unter Androhung der Veröffentlichung zur Zahlung eines Geldbetrags aufgefordert
- Häufig wird gedroht, die Bilder an Familie, Freunde, Arbeitgeber oder Schulkontakte zu schicken
- Kontaktaufnahme erfolgt oft per Messenger, E-Mail oder über neu angelegte Fake-Profile in sozialen Netzwerken
- Auch Kinder und Jugendliche werden gezielt über harmlose, öffentlich gepostete Fotos zu Opfern
- Selbst nach einer Zahlung hören die Drohungen häufig nicht auf, da die Täter weiteres Material oder mehr Geld fordern
Typischer Ablauf
- Täter suchen gezielt in sozialen Netzwerken nach frei zugänglichen Fotos einer Zielperson
- Mit KI-Tools wird aus dem harmlosen Foto ein gefälschtes Nacktbild oder eine pornografische Aufnahme erzeugt
- Die betroffene Person wird direkt kontaktiert und mit dem gefälschten Bildmaterial konfrontiert
- Täter drohen mit der Verbreitung an Kontakte, in Gruppen oder auf Plattformen, falls nicht gezahlt wird
- Nach einer ersten Zahlung fordern die Täter häufig weiteres Geld oder zusätzliches Material
- Die gefälschten Bilder lassen sich, einmal verschickt, kaum noch vollständig aus dem Internet entfernen
Typische Formulierungen der Täter
Sinngemäß wiedergegeben, keine wörtlichen Originalzitate.
- „Ich habe Bilder von dir bearbeitet, die deine Familie oder Freunde sicher nicht sehen sollen. Zahl innerhalb von 24 Stunden, sonst verschicke ich sie an alle deine Kontakte.“
- „Das war nur ein Vorgeschmack. Für einen bestimmten Betrag lösche ich alles, sonst poste ich es in deiner Schule oder Firma.“
Was tun, wenn du schon reagiert hast?
Jetzt zählt Geschwindigkeit
- Nicht zahlen und keine weiteren Bilder oder Daten senden, da Forderungen danach meist weitergehen
- Kommunikation, Bilder und Profil der Täter als Beweismittel sichern, ohne selbst weitere Inhalte zu verschicken
- Anzeige bei der Polizei erstatten, auch wenn die Bilder gefälscht sind, da Erpressung strafbar ist
- Dienste wie „Take It Down“ für Minderjährige oder „StopNCII“ für Erwachsene nutzen, um die Verbreitung der Bilder auf teilnehmenden Plattformen zu verhindern
- Kontakt zum Fake-Profil oder Absender blockieren und bei der jeweiligen Plattform melden
- Bei Minderjährigen Eltern, Lehrkräfte oder eine Beratungsstelle einbeziehen, Betroffene müssen sich nicht schämen
Verwandte Maschen
Quellen
- polizei-beratung.de — Kinder sind kein Content: Darum gehören Kinderfotos nicht ins Netz
- polizei-beratung.de — Vorsicht Betrug: Bedrohungen durch Künstliche Intelligenz
- klicksafe — Bildbasierte sexualisierte Gewalt: echt und KI generiert
Redaktionell geprüft, Stand 8.8.2026. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung — bei Rechtsfragen hilft die Soforthilfe-Strecke mit Verweis auf Anwalt und Verbraucherzentrale.